Kartoffel- Die gesunde Knolle

 

Keine Angst vor Kohlenhydraten

Kohlenhydrate (also Stärke) sind wesentlich figur -freundlicher als beispielsweise Fett. Ein Gramm Kohlenhydrate liefert rund 4 Kilokalorien, ein Gramm Fett hingegen 9 Kilokalorien, also mehr als doppelt so viel!

Nicht die Stärke in Kartoffel ist also das Problem, sondern eher die fettreiche Zubereitungsart…

Fettige Bratkartoffeln, Pommes, Rösti, Kartoffelchips vervierfachen oft den Kcal Gehalt der eigentlich schlanken Kartoffel!

Unterschiedliche Kartoffelsorten

Für Brei, Gratins oder Suppen eignen sich eher mehlig kochende Sorten, für Bratkartoffeln, Kartoffelsalat oder Salzkartoffeln eher fest kochende Sorten. Je mehr Stärke eine Kartoffel enthält, desto mehliger ist sie. Auf den Kaloriengehalt hat das aber kaum einen Einfluss.

Nährstoffe schonen! Kartoffeln mit Schale kochen

Besonders gesund ist es, wenn Sie Kartoffeln in der Schale kochen oder im Dampfgarer zubereiten. So verlieren die Kartoffeln am wenigsten Mineralstoffe und Vitamine. Kartoffeln haben ca 15 mg Vitamin C/ 100 g, sowie 415 mg Kalium.

Eine Portion Kartoffeln ( 250 g) deckt also bereits ein Drittel des Tagesbedarfes(♀ 90mg/ ♂110mg )an Vitamin C.

Rezept: Folienkartoffeln mit Kräuterquark 4 Portionen

8 große Kartoffeln mit Schale
8 Tl Olivenöl
Salz, Pfeffer, Rosmarin, evt. Knoblauch

Die  Alufolie in 8 Quadrate zum Einwickeln der Kartoffeln reißen und mit Öl bestreichen, mit Salz, Pfeffer und Rosmarin bestreuen.

Die Kartoffeln ringsum mehrmals anstechen und fest in die Folie einrollen. Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene ca. 50 – 60 Minuten bei 220 °C, Gas Stufe 3 oder 200 °C Umluft oder auf dem Holzkohlegrill in der Glut garen

Tipp: Sparen Sie Strom und benutzen Sie den Backofen mehrfach, d.h. backen Sie gleich ein Gemüsegratin, den Auflauf für den Folgetag, ein Brot oder den Kuchen für s Wochenende oder  mit !

Kräuterquark: 4 Personen:

500 Quark 20%
1/ 2 Bund Schnittlauch / oder Tk
Salz, Pfeffer, Knoblauch

Quark und  Gewürze miteinander vermischen und cremig rühren. Den Schnittlauch in sehr feine Röllchen schneiden und hinzugeben.

Tipp: Auch andere Kräuter eigenen sich oder frische Paprikaschoten in kleine Würfel schneiden und hinzugeben.

 

Superfood Walnuss

  

Inhaltsstoffe der Walnuss: Gutes Fett und Vitamine

Walnüsse sind ein wahres Kraftpaket:

Mit einem sehr hohen Fettanteil (60%) liefern sie extrem viel Energie (662 kcal / 100g).

Allerdings ist dieses Fett sehr gesund: Es besteht zu hohen Anteilen aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die vor Herz-Kreislauf Erkrankungen schützen, indem es die Blutfettwerte günstig beeinflussen kann. Außerdem liefern Walnüsse viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Hier sind vor allem das Vitamin E und Vitamine der B- Gruppe zu nennen, sowie die Mineralstoffe Kalium, Zink, Magnesium, Eisen und Kalzium.

Nährwerttabelle: Walnuss (pro 100 Gramm)
Energie kcal 666
Fett 62
Kohlenhydrate in g 12
Eiweiß in g 15
Mineralstoffe (mg)
Natrium (Na) 2
Kalium (K) 570
Calcium (Ca) 87
Magnesium (Mg) 135
Phosphat (P) 410
Eisen (Fe) 2,1
Zink (Zn) 2,7
Vitamine
Beta-Carotin (µg) 50
Vitamin E (mg) 6,0
Vitamin B1 (mg) 0,34
Vitamin B2 (mg) 0,12
Vitamin B6 (mg) 0,87
Folsäure (µg) 75

 

Lagerung: Kühl und dunkel

Walnüsse mit Schale sind luftig, kühl und dunkel gelagert, monatelang haltbar. Schimmelige oder ranzig schmeckende Nüsse nicht essen.

Rezept:
Vollkornspaghetti + Walnusspesto

Zutaten für 4 Portionen:

  • 400 g Vollkornspaghetti
  • Salz
  • 1 Bund Bärlauch
  • 100 g kalifornische Walnüsse
  • 50 g geriebenen Parmesan
  • 5 EL Gemüsebrühe
  • 2 EL Olivenöl
  • Pfeffer
  • 250 g Kirschtomaten
  • 1 EL Olivenöl zum Braten
Nährwertangaben (pro Portion)
Energie: 479 kcal/ 2010 kJ
Eiweiß: 17,6 g
Kohlenhydrate: 19,5 g
Fett: 23,3 g
Davon gesättige Fettsäuren: 4,9 g
ungesättige Fettsäuren: 18,4 g

Zitrusfrüchte – Vitamin C Paket

Zitrusfrüchte halten fit!

Zu den Zitrusfrüchten zählen Orangen, Mandarinen, Zitronen und Grapefruit. Sie enthalten viel Vitamin C und sind gerade in der kalten Jahreszeit ein wichtiger Vitaminlieferant. Obendrein schmecke sie sehr gut J Hauptsaison für diese Früchte ist von November bis März.

Rückstände auf Zitrusfrüchten

Vor Risiken durch potenzieller Spritzgifte auf den Schalen kann Entwarnung gegeben werden: Laut der Verbraucherzentrale Bayern werden die gesetzlich geltenden Höchstmengen nur selten überschritten.

Die Orange

Im Durchschnitt isst jeder von uns rund sechs Kilo Orangen pro Jahr. 50 mg Vitamin C stecken in 100 Gramm Orangen. Schon eineinhalb bis zwei Orangen decken den Vitamin-C-Tagesbedarf von 100 mg. Beim Essen sollte man die weiße Haut, die sich nach dem Schälen auf den Früchten befindet, nicht komplett entfernen, denn darin sind wichtige sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe enthalten, die unter anderem verdauungsfördernd wirken sollen.

Die Mandarine

Mit ca. dreieinhalb Kilo im Jahr folgen Mandarinen den Orangen in der Beliebtheitsskala. Die Mandarine schmeckt sehr süß, hat aber leider wenig Vit C. lediglich auf 100 Gramm am wenigsten. Dafür ist sie das süßeste: Rund 10 Gramm Zucker finden sich in 100 Gramm Mandarine, jedoch nur 32 mg Vitamin C. Die Clementine ist eine Kreuzung aus Mandarine und Orange, im Gegensatz zur Mandarine ist sie meist kernlos.

Die Zitrone

Mit 1,6 Kilo pro Jahr ist der Pro-Kopf-Verbrauch eher niedrig. Dabei hat die Zitrone mit 53 mg auf 100 Gramm den höchsten Vitamin-C-Gehalt. Sie wirkt entzündungshemmend und desinfizierend. Vitamin C hilft dem Körper, das Eisen aus der Nahrung besser zu verwerten.

Rezept: Bunter Wintersalat 2 Portionen

  • 2 Bio-Orangen
  • 1 rote Pfefferschote
  • 1 El Honig
  • Salz
  • 2 El Rapskernöl
  • 100 g Kirschtomaten
  • 2 Chicoree
  • 100 g Hartkäse, sehr dünn geschnitten
  • Schnittlauch
  • Die Bio-Orangen  schälen,die weiße Haut vollständig mit entfernen. Fruchtfilets zwischen den Trennhäuten herausschneiden, den herabtropfenden Saft dabei auffangen (ca. 5 El). 1 rote Pfefferschote längs einschneiden, entkernen und in feine Ringe schneiden.
    Orangensaft, Honig, etwas Salz und  Öl verrühren, Pfefferschoten zugeben.
  • 100 g Kirschtomaten halbieren, zur Sauce geben. Die Chicoreeblätter trennen, mit dem Käseaufschnitt und den Orangenfilets auf Tellern anrichten. Sauce mit den Tomaten darüber verteilen.
    Schnittlauch in Röllchen schneiden und darüberstreuen.

Einmachen…Konservieren Sie den Sommer!

Einmachen ist viel mehr als nur Marmelade oder Gelee kochen.
Liköre, Chutneys, Mixed Pickles, Antipasti –
so können Sie auch in der kalten Jahreszeit den Sommer genießen…

Man unterscheidet zwischen den vier Geschmacksrichtungen:
süß, sauer, salzig und würzig.

Die Klassiker: Konfitüre, Marmelade und Gelee

Konfitüre

Bei dieser klassischen Form des süßen Konservierens werden die die zerkleinerten Früchte und der (Gelier-)Zucker zusammen aufgekocht und dann noch heiß in Einmachgläser gefüllt.

Gelee enthält im Gegensatz zu Konfitüre keine Obststücke. Hierfür wird der Saft mit Gelierzucker zum Kochen gebracht und abgefüllt.

Marmelade darf sich nur Fruchtaufstrich aus Zitrusfrüchten nennen.

  • Für die Haltbarkeit ist das Mengenverhältnis von Zucker und Obst entscheidend.
    Als Faustregel gilt: Je weniger Zucker, desto kürzer die Haltbarkeit.
  • Früchte mit einem hohen Pektingehalt ( Apfel / Johannisbeere) gelieren von Natur aus besser, während Erdbeeren oder Rhabarber nur wenig Pektin mitbringen und mehr Unterstützung vom Gelierzucker brauchen.
  • Ob das Eingemachte später auch genügend fest wird, empfiehlt sich diese Probe:
    Geben Sie einen Teelöffel Gelee/ Konfitüre auf einen Unterteller und lassen Sie es erkalten. Wird er fest, ist die Konsistenz gut und das Gelee kann abgefüllt werden.

Einmachen auf indisch: Chutneys

Die stückige, indische Würzmarmelade ist eine leckere Alternative zu Ketchup, Soßen und Co. Das verwendete Obst und Gemüse wird bei dieser Zubereitungsart durch Essig und Zucker konserviert.

Gleich mal ausprobieren 🙂 Aprikosen Chutney
Die Aprikosen entkernen und klein schneiden, 2 Steine knacken und die Kerne im Mörser zerdrücken.
Die Zwiebeln würfeln, von den Chilischoten die Kerne unter laufendem Wasser entfernen und in feine Streifen schneiden, wer es scharf mag, kann auch ein paar Kerne behalten.
Alle Zutaten in einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren im offenen Topf bei mittlerer Hitze ca. 1 Stunde dicklich einkochen lassen.
Das fertige Chutney heiß in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen. Die Gläser einige Zeit auf den Kopf stellen.
Möglichst dunkel lagern, hält dann 1 Jahr. Ergibt je nach Größe 4-6 Gläser.
  
Hochprozentig: Likör

Likör kann man aus fast allen Früchten und verschiedenen Alkoholsorten herstellen. Das Obst wird mit Alkohol und Zucker aufgegossen, um es zu konservieren.
Für zusätzlichen Geschmack eignen sich Gewürze wie Vanille oder Chili. Dann sollte der Ansatz abgedeckt eine Weile ruhen. Ansätze mit Beeren etwa vier, mit Kernobst sechs und mit Steinobst etwa acht Wochen. Der Likör wird durch ein feines Sieb gegossen, um den trüben Bodensatz und die Zutaten zu entfernen und in eine Flasche gefüllt.

Sauer macht lustig: Mixed Pickles, Gurken und Co.

Besonders gut zum sauren Einmachen eignen sich Gemüsesorten, die einen hohen Wasseranteil haben wie Zucchini, Tomaten, Gurken oder Paprika. Essig kombiniert mit Zucker unterbindet die Keimbildung bis zu sechs Monate.

Das rohe Gemüse wird zunächst für einen Tag in Salzwasser eingelegt, um ihm das Wasser zu entziehen und die Bakterienbildung zu hemmen. Anschließend wird es mit einem heißen Essigsud, der aus Wasser, Essig, Zucker und Gewürzen angesetzt wird, übergossen und heiß abgefüllt.  Im verschlossenen Schraubglas – natürlich wieder auf den Kopf gestellt – bildet sich ein Vakuum.

Salzig einmachen – Konservieren mit Tradition

Zutaten, wie Zitronen, Oliven oder Chilis, werden im Einmachglas mit einem Sud aus stark gesalzenem Wasser,  Essig oder Zitronensäure, Kräutern und Gewürzen  begossen. Je höher die Salzkonzentration ist, desto länger sind die eingemachten Lebensmittel haltbar.

Einlegen in Öl- mediterraner Genuss

Das würzige Einlegen in Öl ist typisch für mediterrane Länder, die dafür meist Olivenöl verwenden. Besonders gut für Antipasti eignen sich Tomaten, Paprika, Auberginen, Artischocken oder Zucchini. Dazu wird das Gemüse zuvor gewürzt und angebraten oder getrocknet, dann mit Öl- am besten Olivenöl begossen. Wichtig ist, dass das Öl die Gemüsestückchen  vollständig umschließt. Gewürze wie  Thymian, Rosmarin oder Lorbeerblätter geben das typisch  würzige Aroma.
Antipasti halten sich so bis zu drei  Monaten.

 

Brombeer – Mandel – Amaretto – Marmelade

Zutaten

800 g  Brombeeren
100 g   Mandel(n), Stifte
200 g  Amaretto
500 g  Gelierzucker, 2:1

Die Brombeeren waschen und gemeinsam mit den Mandelstiften auf mittlerer Hitze zu einem Mus mit Fruchtstücken köcheln lassen. Anschließend den Amaretto und den Gelierzucker unterrühren und 3 Minuten unter Rühren kochen lassen.

Die Marmelade in Gläser füllen. Diese dann fünf Minuten auf den Kopf stellen, anschließend umdrehen und kalt werden lassen.

Heilpflanze Holunderbeere

Vitaminreich & gesund

Holunderbeeren enthalten sehr viel Vitamin C und Vitamin A, diverse Spurenelemente wie Eisen und Zink, außerdem noch Glykoside und ätherisches Öl. Der Holunder besitzt viele positive Heilwirkungen. So wirkt z.B. der Saft der schwarzen Beeren bei Erkältungen schweißtreibend , schleimlösend und fiebersenkend.
In ungesüßten Zubereitungen kann er zur Verdauungsregulation und Blutreinigung eingesetzt werden. Die in den Holunderbeeren enthaltenden Flavone wirken sich positiv auf die Kapillarwände aus und fördern die Durchblutung.

Ernte und Tipps

Der Holunderbaum wächst bis zu sieben Meter hoch. Seine gelblich weißen Blüten verströmen ab Juni den betörenden, intensiv-bekannten Duft.
Die Beeren des Schwarzen Holunders sind im August und September erntereif. Die Beeren wachsen in Dolden und sind erntereif, wenn die Früchte eine kräftige, schwarzviolette Farbe erreicht haben.

Zum Ernten können Sie die ganzen Dolden mit einem Messer abschneiden. Für die Zubereitung lassen sich die Beeren mit einer Gabel einfach von den Rispen abstreifen.

Hinweis: Holunderbeeren enthalten das schwach-giftige Sambunigrin und erzeugen daher bei Verzehr in roher Form Erbrechen, Schwindel, Durchfall, teilweise auch Sehstörungen oder Herzrhythmusstörungen. Deshalb müssen die Holunderbeeren vor dem Verzehr erhitzt werden, damit dieser Inhaltsstoff unwirksam wird.

Holunderbeersirup selber machen

Füllen Sie die Beeren in einen Topf füllen und fügen Sie pro Kilo Beeren 250 ml Wasser hinzu. Erhitzen und 15 bis 20 Minuten kochen lassen, bis die Beeren weich und saftig sind. Anschließend die Masse auspressen und durch ein feines Tuch seihen. Je nach Geschmack, pro Kilogramm Beeren 100 bis 200 Gramm Zucker hinzufügen. Den fertigen Saft können Sie heiß ( > 80 Grad) in saubere Flaschen füllen, die sie mit Gummideckeln verschließen. So ist der Holunderbeersaft einige Monate haltbar.

Tipp: Der Saft kann mit Wasser verdünnt ganzjährig getrunken werden.

Nährwerttabelle: Holunderbeersaft (pro 100g)
kcal 51
Fett 1
Kohlenhydrate 7
Mineralstoffe (mg)
Natrium (Na) 1
Kalium (K) 290
Calcium (Ca) 5
Magnesium (Mg) 35
Phosphat (P) 50
Eisen (Fe) 1,8
Zink (Zn) 0,2
Vitamine
Beta-Carotin (µg) 350
Vitamin E (mg) 1,0
Vitamin B1 (mg) 0,03
Vitamin B2 (mg) 0,06
Vitamin B6 (mg) 0,09
Folsäure (µg) 6
Vitamin C (mg) 25

Topinambur- wunderbare Knolle

Das Wurzelgemüse Topinambur sieht aus wie Ingwer, schmeckt wie eine nussige Artischocke und lässt sich braten, kochen, frittieren und backen wie eine Kartoffel. Doch Topinambur ist nicht nur etwas für Feinschmecker, denn die Knolle enthält den Ballaststoff Inulin und sonst keine Kohlenhydrate. Das macht Topinambur bei Diabetes und bei einer Low Carb-Diät zu einer beliebten Alternative zur Kartoffel.

Topinambur blüte2

Topinambur: vielseitiges Wurzelgemüse

Das weißlich bis gelbe Fruchtfleisch der Topinambur schmeckt sehr mild und passt damit perfekt zu Fleisch und Fisch. Auch als Suppe oder als eine Komponente im Gemüseauflauf sind die Knollen beliebt. Das Wurzelgemüse ist also vielseitig einsetzbar: Die Knollen lassen sich braten, backen, dünsten, gratinieren, frittieren und roh essen. So ist Topinambur sogar ungeschält und ungegart als Salat ein Genuss: Dafür wird die Knolle einfach in dünne Scheiben geschnitten und mit etwas Zitronensaft und Öl mariniert – das schmeckt nicht nur gut, der Zitronensaft verhindert auch die Bräunung der Topinambur an der Luft. Auch gehobelt oder geraspelt verfeinert das milde Wurzelgemüse so manchen Salat. Während Topinambur roh eher an Artischocke erinnert, schmeckt das Wurzelgemüse gegart etwas süßlicher und leicht nussig.

Topinambur: So kochen Sie mit den Knollen

Wie Ingwer lässt sich auch Topinambur nur schlecht schälen. Am besten geht es mit einem Sparschäler oder wenn Sie die Topinambur wie Pellkartoffeln garen. Nach wenigen Minuten im kochenden Salzwasser lässt sich die Schale der Knolle einfach abpellen. Oder Sie verzichten gleich ganz auf das Schälen. Denn auch die Schale der Knollen ist essbar. Dafür sollten Sie die Topinambur allerdings gründlich waschen – schließlich wuchsen die Knollen als unterirdische Wurzelausläufer in der Erde. Am besten schrubben Sie die Topinambur deshalb mit einer Bürste unter fließendem Wasser ab. Besonders gut für den rohen und ungeschälten Verzehr eignen sich daher die Knollen mit einer glatten Schale, weil sie sich besser reinigen lassen.

Am beliebtesten ist Topinambur als Suppe. Ob nur mit Topinambur, zusammen mit anderem Wurzelgemüse wie Möhren, Kartoffeln und Knollensellerie oder gewürzt mit Curry oder weißer Schokolade: Eine Cremesuppe mit Topinambur ist dank des milden Geschmacks der Knolle ein vielfältiger Genuss mit vielen Variationsmöglichkeiten. Auch Topinambur-Chips sind sehr beliebt: Die frittierten Scheiben eigenen sich auch gut als Topping auf einer Suppe oder einem Salat.

Topinambur: die Kartoffel für Diabetiker

Das Wurzelgemüse Topinambur ist der Kartoffel in den Inhaltsstoffen ähnlich, aber doch ganz anders. Wie die Kartoffel besteht die Topinambur zu 80 Prozent aus Wasser – das macht sie so kalorienarm. Statt Stärke enthält Topinambur jedoch den Balllaststoff Inulin. Das hat einen großen Vorteil für Diabetiker und Low Carb-Anhänger: Denn das Inulin lässt den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen, sättigt aber umso besser. Das ist besonders bei Diabetes von Vorteil und auch Low Carb-Fans dürfte das freuen, denn sie haben eine gute Alternative zur kohlenhydratreichen Kartoffel.

Topinambur: Nährstoffe und Wirkung der Knollen

Der wasserlösliche Ballaststoff Inulin wirkt sich positiv auf die Darmflora aus und sättigt lange, weil Inulin Wasser bindet und in Magen und Darm quillt. Im Vergleich zu anderen Gemüsesorten enthält Topinambur besonders viel Inulin: In etwa 100 Gramm Topinambur sind 16 Gramm des gesunden Präbiotikums enthalten, dem auch eine cholesterinsenkende Wirkung nachgesagt wird. In allzu großen Mengen verträgt man Inulin allerdings nicht gut: Der Körper kann Inulin nicht aufnehmen, er gelangt unverdaut in den Dickdarm. Dort zerlegen ihn die Bakterien in Kohlendioxid und kurzkettige Fettsäuren, was bei großen Mengen (ca. 30 Gramm pro Tag, also etwa 200 g Topinambur) zu Blähungen und Verdauungsbeschwerden führen kann.

Außer Inulin liefert das Wurzelgemüse viele wertvolle Vitamine, wie Vitamin A, B-Vitamine und Vitamin C sowie die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Eisen.

Topinambur: Warenkunde der Knollen

Von Herbst bis Frühjahr hat Topinambur Saison. Je nachdem variiert ihr Aussehen (von länglich bis rund und birnenförmig) und auch ihre Farbe schwankt zwischen violett bis braun. Die Knollen lassen sich in kühlen Kellern kurze Zeit lagern, der Kühlschrank ist für Topinambur allerdings zu kalt. Dort verliert Topinambur schnell Aroma und Nährstoffe.

Ursprünglich stammt Topinambur aus Amerika und wurde dort von Indianern angepflanzt und als Wurzelgemüse genutzt. Französische Seefahrer entdeckten die Pflanze im 17. Jahrhundert, benannten sie nach einem Indianerstamm und brachten die Pflanze mit nach Europa. Dort waren die Knollen zunächst als Delikatesse sehr beliebt, bis sie Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Kartoffel abgelöst wurden. Heute erfreuen sich die Knollen zunehmender Beliebtheit, sind aber meist nur auf Wochenmärkten oder in Bioläden erhältlich.

100 g Topinambur enthalten

Energie: 31 kcal
Eiweiß: 2,44 g
Fett: 0,4 g
Kohlenhydrate: 4 g
Wasser 78,5 g
Ballaststoffe: 12,5 g

Limonade – Spritzige Erfrischung selbst gemacht

Limonade ist im Sommer schon eine feine Sache, enthält aber in der Regel sehr viel Zucker….
In einer 0,5 l Flasche Limo ( Fanta, Sprite, Cola etc.) sind immerhin 20 Würfel Zucker enthalten…

Versuchen Sie doch einmal, Limonade selber zu machen. Es ist gar nicht schwer und schon mit wenigen Zutaten erzielen Sie ein leckeres Ergebnis. Und Sie bestimmen selbst, wieviel Zucker Ihr Getränk enthalten soll.

Hierbei können Sie gerne bei der Zusammensetzung  kreativ werden:

Kombinieren Sie verschiedene Kräuter mit Früchten…
das Ergebnis ist verblüffend.
Ingwer gibt der Limo z.B. eine erfrischende Schärfe,
Basilikum eine interessante Würze.

Auf der nächsten Grillparty wird Ihre Limo bestimmt zum Renner!

Hier ein paar leckere Rezepte :

Wassermelonen-Limonade ( Zutaten für 4 Personen)

2 EL brauner Zucker

Saft einer Zitrone

500 g Wassermelonenfruchtfleisch

Eiswürfel

1 l gut gekühltes Mineralwasser

einige Basilikumblättchen

Nährwerte pro 100 ml

18 kcal / 75 kJ   , Eiweiß 0.2 g , Fett  0.1 g , Kohlenhydrate  4 g , BE 0,3

Zubereitung 

1.200 ml Wasser, Zucker und Zitronensaft aufkochen, circa 8 bis 10 Minuten sirupartig einkochen und abkühlen lassen.

2.Wassermelonenfruchtfleisch durch ein Sieb streichen (eventuell vorher pürieren), mit Eiswürfeln in eine große Karaffe oder einen Krug füllen, mit Sirup verrühren und mit Mineralwasser auffüllen.

  1. Limonade in hohe Gläser füllen, mit Basilikum garnieren und mit dicken Strohhalmen servieren.

 

Gurken-Minz-Limonade   4 Personen

 

Zutaten

1 Gurke

2 Zweig Minze

160 ml Wasser

120 ml Limetten/ Zitronensaft

100 g Zucker

1200 ml Mineralwasser

Zum Dekorieren: Minzzweige, Gurkenscheiben

 

Zubereitung

Einige Gurkenscheiben und Minzzweige für die Deko beiseite legen.
Die restlichen Zutaten in einen Mixer geben und verquirlen. Kalt stellen!

Vor dem Servieren noch ein paar Eiswürfel ins Glas, mit Gurkenscheibchen und Minze dekorieren

Honig-Basilikum-Limonade mit Kurkuma ( Zutaten für 4 Personen)

1 kleines Stück Ingwer

50 g flüssiger Honig

einige Basilikumblättchen

0.5 TL gemahlener Kurkuma

3 EL Zitronensaft

1 l gut gekühltes stilles Mineralwasser

Eiswürfel

Nährwerte pro 100 ml

kcal / kJ  11 / 44, Eiweiß 0.01 g Fett 0 g Kohlenhydrate 2,5  g  BE 0,25

Zubereitung

Ingwer schälen, fein reiben, mit 100 Milliliter Wasser, Honig, einige Basilikumblättchen und Kurkuma in einem kleinen Topf aufkochen, sirupartig einkochen und abkühlen lassen.
Sirup mit Zitronensaft und Wasser auffüllen und mit Eiswürfeln in eine große Karaffe oder einen Krug füllen.

Limonade in hohe Gläser füllen, restliche Basilikumblättchen dazugeben und mit dicken Strohhalmen servieren.

 

Heiße Maroni – der Super Snack

Herbstzeit ist Maronenzeit….

Maroni Herbst 2016 (3)
Der Duft von gerösteten Esskastanien versüßt uns die kalte Jahreszeit.
Aber sie sind viel mehr als nur eine Leckerei für graue Tage.
Sie sind supergesund.

Es gibt rund 20 verschiedene Kastaniensorten, aber nicht alle von ihnen sind genießbar. Die Rosskastanie zum Beispiel, aus denen Kinder gerne kleine Figuren mit Streichhölzern bauen, sind giftig für uns.
Edelkastanien hingegen sind nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund.

Maroni Herbst 2016 (15)Im Vergleich zu ihren Verwandten, wie z.B. den Walnüssen oder Haselnüssen, enthalten Edelkastanien viel weniger Fett und damit auch weniger Kalorien.
Edelkastanien sind reich an Kohlenhydraten. Sie machen uns nicht nur ordentlich satt, sondern sorgen auch dafür, dass der Blutzucker nach dem Essen nur langsam ansteigt und relativ lange stabil bleibt. Sie sind nämlich  reich an Ballaststoffen und damit auch sehr gut für die Verdauung.
Der Proteingehalt ist höher als in Kartoffeln, aber geringer als in Getreide.
Der Kalium-Gehalt ist hoch, der Natriumgehalt sehr niedrig .
Zwei Vitamine der B-Gruppe sind in größeren Mengen vorhanden:
Riboflavin (B2) und Nicotinsäure (B3), die auch temperaturstabil sind.

Maroni Herbst 2016 (10)

Sie schmecken gekocht oder gebraten, als Suppe, Beilage oder im Nachtisch. Am einfachsten ist es, ihre Schale kreuzweise auf zu schneiden und dann für etwa 20 Minuten im Backofen zu rösten.

Nährwerte Edelkastanie (Marone) frisch (je 100 g)
Zusammensetzung Tagesbedarf (nach DGE od. RDA)
Eiweiß: 2.48 g          70 g
Fett: 1.90 g max. 60 g
Kohlenhydrate: 35.97 g
Ballaststoffe: 8.37 g          30 g

Erdbeere, die Königin der Früchte

Erdbeere1

Entgegen ihrem Namen zählt die Erdbeere aus botanischer Sichtnicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten. Das leckere rote Fruchtfleisch ist nur eine Scheinfrucht, während die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die kleinen gelben Nüsschen an der Oberfläche sind.

Warum sind Erdbeeren so gesund?
Erdbeere2
Mit nur 37 kcal (155 kJ)/ 100 g haben die Erdbeeren weniger Kalorien als die meisten anderen Obstsorten.
Darüber hinaus weisen sie einen hohen Gehalt an Ballaststoffen aus, welche die Verdauung fördern.

 Erdbeeren sind auch reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
Vor allem ihr Vitamin C-Gehalt ist enorm: Er liegt höher als bei Zitronen und Orangen. Bereits 200 Gramm decken bereits den
Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Erdbeere 4

Köstlicher Erdbeershake – Viel Eiweiß, wenig KalorienErdbeershake3

Für 3 Portionen:
200 g Erdbeeren

200 g Magerquark
300 ml Milch 1,5%
2 Pk. Vanillezucker
Zitronenmelisse

Alle Zutaten in einen Mixer geben und pürieren.
Mit Zitronenmelisse und einigen Erdbeerscheiben garnieren.

Edelgemüse Spargel

   Edelgemüse Spargel- der Frühling kann kommen!

Frischer Spargel ist von April bis Juni das begehrteste Saisongemüse.
Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch pendelt seit Jahren um 1,5 kg (Quelle: Statista, 2016).

Weiß oder Grün? Wo liegt der Unterschied?

Spargel Mai2

Spargel Mai


Weißer Spargel wächst unter der Erde und wird gestochen, sobald sein “Kopf” das Licht erblickt,

Grünspargel wird dagegen nicht angehäufelt und wächst bereits in der Sonne. Dadurch bildet der grüne Spargel die Stoffe,
die er zur Photosynthese benötigt – und das macht ihn grün.
Grünspargel ist gesünder als Bleichspargel, weil er mehr Inhaltsstoffe und wertvolle Vitamine enthält.
Außerdem schmeckt grüner Spargel anders als Bleichspargel.
Ähnlich dem Unterschied zwischen Blumenkohl und Broccoli.
Probieren Sie einfach aus, welcher Spargel Ihnen besser schmeckt.

Spargel klassisch

Zutaten Für 4 Portionen   Spargel Mai3

1,5 kg weißer Spargel
Salz
2 Tl Zucker
1 El Butter
3 St Bio- Zitronenschale
2 El Zitronensaft

 1,5 kg weißen Spargel schälen und die Enden knapp abschneiden. Reichlich kochendes Wasser mit Salz, 1-2 Tl Zucker, 1 El Butter, 3 Stück Bio-Zitronenschale und
 2 El Zitronensaft würzen. Spargel zugeben, einmal aufkochen und bei milder Hitze 10-12 Min. gar ziehen lassen

 Leichter Frühlingssalat mit weißem und grünen Spargel

Zutaten Für 4 Portionen

500 g weißer Spargel
250 g grüner Spargel

1 Tl Salz 1 Tl Zucker, Pfeffer
60 ml Essig
50 ml Öl (z.B. Walnuss)

100 g Rukola/ Rauke
50 g Basilikum
3 Sch Toast
2 Knoblauchzehen
40 g Butter
Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Den weißen Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Vom grünen Spargel die Enden abschneiden. Den Spargel im Wasser mit Salz, etwas Zucker und Zitronensaft bissfest kochen. Spargel anschließend kurz mit kaltem Wasser abspülen. Spargelstiele schräg in dünne Scheiben schneiden.

Aus Salz, Zucker, Pfeffer, Essig und Walnussöl eine Vinaigrette fertigen und den Spargel darin marinieren.

Inzwischen Rauke und Basilikum waschen. Die Blätter von den Stielen zupfen und einige schöne Blätter beiseite legen. Die restlichen grob zerkleinern.

Die Toastscheiben entrinden und in 1/2 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen und durch die Presse drücken. Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen. Knoblauch dazugeben und die Brotwürfel darin goldgelb rösten.

Die Kräuter locker unter den Spargel heben und anrichten. Dabei etwas Vinaigrette zurückbehalten, die restliche Kräuterblätter darin marinieren und den Salat damit garnieren. Mit den Croutons belegt servieren.