Rhabarber: Obst oder Gemüse?

Obwohl Rhabarber fruchtig-sauer schmeckt und wie Obst zubereitet wird, ist Rhabarber eigentlich ein Gemüse. Frischen Rhabarber erkennen Sie daran, dass die Stangen fest sind und glänzen. Fühlen sich die Schnittstellen noch feucht an, kommt das Gemüse wahrscheinlich frisch vom Feld. Rhabarber hält sich einige Tage, wenn Sie ihn in ein feuchtes Tuch einwickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Die rötlich-grünen Stangen lassen sich auch einfrieren: Einfach kleinschneiden und in einen Gefrierbeutel packen.

Tipp: Die roten Stangen sind etwas süßer als die grünen Stangen.

Was steckt Gesundes drin?

Rhabarber enthält sehr wenig Kalorien – nur 14 Kilokalorien pro 100 Gramm. Dafür enthält das Gemüse viele Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Phosphor. Des Weiteren finden sich Vitamin C und Ballaststoffe.
Der fruchtig-saure Geschmack stammt von Fruchtsäuren wie Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure.

Ist Rhabarber wirklich giftig?

Rhabarber gehört zu den Lebensmitteln, die sehr viel Oxalsäure enthalten. Diese bindet sich an Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Magnesium und geht mit ihnen Komplexe ein. Da diese Komplexe kaum löslich sind, können die Mineralstoffe nur noch eingeschränkt von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Der Teil der Oxalsäure, der in den Organismus gelangt, wird über die Nieren wieder ausgeschieden. Die Gefahr: Bilden sich reichlich Kristalle aus körpereigenem Kalzium und Oxalsäure, dann können sie sich ablagern und zu Nieren- oder Blasensteinen führen. Wer also zu Nierensteinen (Kalziumoxalatsteinen) neigt, sollte oxalsäurereiche Lebensmittel nur sparsam verzehren.
Das betrifft neben Rhabarber aber auch Spinat, Mangold oder Rote Bete.
Die Rhabarberblätter enthalten am meisten Oxalsäure und sollten deshalb nicht mit verwendet werden.

Wie lässt sich der Oxalsäuregehalt vermindern?

Beim Kochen geht ein Teil der Säure ins Kochwasser über. Gießen Sie es deshalb ab. Zusätzlich hilft es – abhängig von der Sorte – nur den rötlich gefärbten Teil des Stiels zu verwenden und gegebenenfalls den Rhabarber zusammen mit einem Milchprodukt zu genießen. Dann können sich die schon erwähnten Komplexe mit Kalzium bilden, die Oxalsäure binden.

Hinweis: Rhabarber nur geschält und gegart verwenden. Dies reduziert nicht nur den Oxalsäuregehalt, sondern macht die fruchtigen Stangen auch bekömmlicher.

Leckere Kombination: Süßes und Saures

Aus Rhabarber können Sie Kompott, Konfitüre, Kuchen und andere leckere Süßspeisen zubereiten. Das fruchtig-saure Aroma passt auch zu Mehlspeisen und Vanillepudding. Manche Köche verwenden das Gemüse sogar zu Fleischgerichten.

Lecker, schnell und gesund: Rhabarber Traum

500 g Rhabarber
100 g Zucker
1 P Vanillezucker

500 g Quark
125 ml Milch
50 g Zucker
1 P Vanillezucker

Die Rhabarberstangen schälen, in 2-cm-Stücke schneiden. In einem Topf mit Zucker bestreuen. Sobald der Rhabarber genug Saft gezogen hat, mit einem Päckchen Vanillezucker im Topf weich köcheln. Erkalten lassen.

Den Quark mit Milch, Zucker und Vanillezucker verrühren und mit Zitronensaft abschmecken. Den Rhabarber abwechselnd mit Quark in klare Gläser schichten. Kaltstellen.
Vor dem Servieren evtl. mit geriebener Schokolade bestreuen.